Immobilien der Zukunft: Flexibilität

Zwei Faktoren, die den Immobilienmarkt in Zukunft stark beeinflussen werden, sind Mobilität und Nachhaltigkeit. Beide bedingen in der Projektentwicklung ein größeres Augenmerk auf die Flexibilität der Flächen.


Die zunehmende Mobilität in der Gesellschaft – Menschen ziehen häufiger um und legen dabei größere Distanzen zurück – führt dazu, dass die Wohnungen kürzer genützt werden als zuvor. Das gilt übrigens für jedes Marktsegment, egal ob Wohnen, Büro oder Einzelhandel. Noch vor wenigen Jahrzehnten war es die Regel, dass Menschen ihr Leben lang in der gleichen Immobilie gewohnt haben, Firmen über Generationen an einem Standort angesiedelt waren und das Wirtshaus war auch immer am gleichen Platz. Diese Zeit ist vorbei. Und damit steigt auch die Notwendigkeit, Immobilien so zu gestalten, dass andere Nutzungen als ursprünglich geplant, möglich werden.


Das nachhaltige Denken spielt auch eine Rolle, denn der Abriss der Substanz wird in Zukunft deutlich kostspieliger, die Verteuerung der Ressourcen trägt auch dazu bei, dass eine flexible Nachnutzung in so manchen Fällen wirtschaftlich sinnvoller wird als ein Neubau.


Um eines kommen Projektentwickler also nicht herum: Schon in der Konzeption darauf zu achten, wie einfach oder schwierig ein Gebäude „umzurüsten“ sein wird. Und Investoren und Nutzer werden ihre Entscheidungen für eine Immobilie verstärkt auch aus diesem Gesichtspunkt betrachten.