Immobilien der Zukunft - neue Baustoffe

Wer kennt nicht das Märchen von den drei kleinen Schweinchen, die vom Wolf gejagt werden: Das erste baut ein Haus aus Stroh, das zweite eines aus Holz und erst das dritte aus Stein hält den Attacken des rabiaten Wolfes stand. Die Geschichte könnte vom Verband der Betonindustrie erfunden sein.


In der Zwischenzeit ist Holz als Baustoff in aller Munde, aber auch Stroh und Lehm sind bereits ein Thema für Wissenschaft und Forschung und finden hier und da auch schon Anwendung. Was natürlich viel mit der Diskussion über nachhaltige Bauweisen zu tun hat. Aber auch mit dem Fortschritt, den die Technik in der Verwendung eben dieser Materialien gemacht hat.


Lehm wurde übrigens schon in zahlreichen Gebäuden der viel gepriesenen Gründerzeit verwendet, geriet jedoch zusehends in Vergessenheit – weil bestimmte Bauformen früher mit diesem Werkstoff nicht möglich waren. Wie immer kommt es aber definitiv auf den richtigen Einsatz an. Genauso wie bei Holz. Hier werden nun schon die ersten Hochhäuser errichtet und wie bei Stroh und Lehm ist es die Innovationskraft der Wissenschaft, die immer neue Möglichkeiten hervorbringt.


Ein wichtiger Gedanke dabei: Die Zementindustrie ist weltweit für rund 8% des CO2 Ausstoßes verantwortlich. Selbstverständlich sollte auch hier alles versucht werden, diesen Anteil zu reduzieren, sei es durch neue Produktionsformen oder eben in der Anwendung.


Jeder Baustoff hat Vor- und Nachteile, wie so oft kommt es auf intelligente Kombinationen an. Schließlich muss Wohnen auch leistbar bleiben, hier ist der optimale Mittelweg zu finden.