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Rendite schlägt Prestige: Wo Wohnimmobilien 2026 die besten Erträge bringen

  • Jun 26
  • 2 min read

Wer mit Wohnimmobilien stabile Erträge erzielen möchte, sollte seinen Blick nicht ausschließlich auf die großen Städte richten. Die aktuelle Marktanalyse zeigt ein Bild, das für viele Anleger interessant sein könnte: Die höchsten Mietrenditen werden nicht in den teuersten Lagen Österreichs erzielt, sondern in Bezirken mit vergleichsweise niedrigen Kaufpreisen.


An der Spitze des österreichweiten Renditerankings liegt 2026 der Bezirk Bruck-Mürzzuschlag mit einer durchschnittlichen Bruttorendite von 4,3 Prozent. Dahinter folgen Graz-Umgebung mit 4,2 Prozent, Scheibbs mit 4,1 Prozent sowie St. Veit an der Glan und die Stadt Wels mit jeweils 3,9 Prozent. Gemeinsam haben diese Regionen vor allem eines: moderate Kaufpreise bei gleichzeitig stabiler Nachfrage nach Mietwohnungen.


Ganz anders präsentiert sich die Situation in den prestigeträchtigen Top-Lagen. Zwar erreichen Immobilien im ersten Wiener Gemeindebezirk inzwischen durchschnittliche Kaufpreise von knapp 25.000 Euro pro Quadratmeter, die erzielbare Rendite liegt jedoch lediglich bei 1,4 Prozent. Auch die Josefstadt, Kitzbühel, Wieden oder Döbling bewegen sich trotz hoher Mietpreise nur zwischen 2,0 und 2,3 Prozent Rendite. Wer dort investiert, setzt daher weniger auf laufende Erträge als auf langfristige Wertentwicklung und Werthaltigkeit.


Die Zahlen zeigen deutlich: Hohe Kaufpreise führen nicht automatisch zu attraktiven Renditen. Vielmehr entscheidet das Verhältnis zwischen Kaufpreis und nachhaltig erzielbarer Miete über den wirtschaftlichen Erfolg einer Investition. Hier punkten viele Bezirke außerhalb der klassischen Immobilien-Hotspots.


Interessant ist zudem, dass sich die Renditen in einigen Regionen weiter verbessert haben. Besonders deutlich fällt der Anstieg in St. Veit an der Glan aus, wo die Rendite innerhalb eines Jahres von 3,2 auf 3,9 Prozent kletterte. Auch Scheibbs und Gmünd konnten zulegen, während etwa Bruck-Mürzzuschlag trotz weiterhin österreichweit höchster Rendite aufgrund gestiegener Kaufpreise leicht nachgab.


Für Anleger ergibt sich daraus eine klare Botschaft: Wer ausschließlich auf prominente Adressen setzt, kauft häufig Prestige statt Rendite. Wer dagegen den regionalen Markt genau analysiert und auch Standorte abseits der Ballungszentren berücksichtigt, findet nach wie vor Wohnimmobilien, die laufende Erträge von rund vier Prozent ermöglichen.




 

 
 
 

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