1,4 % – Wertverlust bei energetisch schlechtem Bestand
- 1 day ago
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Beim Kauf oder Verkauf einer Immobilie spielen viele Faktoren zusammen. Lage, Größe oder Zustand stehen meist im Vordergrund. In den vergangenen Jahren gewann jedoch auch der energetische Standard eines Gebäudes stark an Bedeutung. Und dieser Faktor macht sich nicht nur bei der Entscheidung, sondern auch beim Preis der Immobilie bemerkbar.
Studien zeigen, dass energetisch schlechte Gebäude rund 1,4 % Wert pro Jahr verlieren. Das klingt zunächst überschaubar, summiert sich aber schnell: Bei einer Wohnung im Wert von 400.000 Euro entspricht das bereits mehr als 5.000 Euro pro Jahr.
Der Grund dafür liegt auf der Hand. Durch den deutlichen Anstieg der Energiepreise in den letzten Jahren, achten Haushalte stärker darauf, wie hoch die laufenden Kosten für Energie und Strom ausfallen. In Gebäuden mit energetisch schwachem Standard ist das finanzielle Ausmaß vielleicht nicht sofort aber auf lange Frist gesehen deutlich spürbar. Gleichzeitig gehen viele Käufer davon aus, dass früher oder später investiert werden muss – in Dämmung, eine neue Heizung oder andere Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz. Diese Ausgaben werden dann natürlich schon beim Kaufpreis bedacht.
Im Alltag passiert dieser Unterschied schleichend. Wohnungen in Gebäuden mit guter Energieperformance lassen sich einfacher verkaufen und erzielen stabilere Preise. Bei Bestandsobjekten mit höherem Energieverbrauch wird dagegen noch einmal genauer hingeschaut, gerechnet und verhandelt vor allem dann, wenn Gebäude noch keine klaren Energiekonzepte oder geplanten Sanierungsmaßnahmen haben.
Daraus ergibt sich, dass gerade beim Bestand dieses Thema ernster genommen werden muss. Viele Wohnhäuser stammen aus einer Zeit, in der Energieeffizienz noch keine große Rolle spielte. Für Eigentümer solcher Objekte bedeutet das, dass die Effizienz des Gebäudes künftig stärker über die Wertentwicklung entscheiden wird.
1,4 % pro Jahr wirken zunächst überschaubar. Über längere Zeiträume hinweg zeigt sich jedoch, dass selbst kleine Unterschiede spürbare Auswirkungen haben und Energieeffizienz inzwischen ein fester Bestandteil der Immobilienbewertung geworden ist.


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