15 % – Preisabschlag bei Wohnungen ohne Lift
- Apr 27
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Man steht im Erdgeschoss, schaut ins Stiegenhaus und weiß eigentlich schon, was kommt. Drei, vier oder fünf Stockwerke nach oben – mit dem 7 kg schweren Einkaufssackerl in der Hand. Spätestens in diesem Moment wird klar, dass der Weg zur Wohnung Teil der Immobilie ist. Und genau dieser Weg wirkt sich nicht nur im Alltag aus, sondern auch im Wert. Wohnungen in Altbauten ohne Lift werden im Schnitt rund 15 % niedriger gehandelt als vergleichbare Objekte mit Aufzug.
Na und? Nun, wenn man das Investment für einen Lift berechnet, muss eben auch die Wertsteigerung im Haus im gesamten berücksichtigt werden. Und damit vor allem: Verbreiterung der Zielgruppen, Zukunftssicherheit und vieles mehr.
Der Unterschied im Wert von Wohnungen entsteht eben nicht nur durch Lage, Lage, Lage oder die Größe sondern auch durch die Nutzbarkeit im Alltag. Einkäufe tragen, Kinderwagen bewegen, Möbel transportieren. Was bei der ersten Besichtigung nebensächlich wirkt, wird bei der tatsächlichen Entscheidung schnell zum entscheidenden Faktor. Jedes Stockwerk verändert die Wahrnehmung der Wohnung.
Kein Lift verkleinert die Zielgruppe stark. Für Familien, ältere Menschen oder Personen mit eingeschränkter Mobilität wird eine Wohnung in höheren Stockwerken weniger attraktiv. Diese Einschränkung spiegelt sich direkt im Markt wider.
Während Wohnungen mit Lift stabil nachgefragt bleiben, wird bei vergleichbaren Objekten ohne Lift genauer gerechnet und stärker verhandelt. Der fehlende Lift wird nicht mehr als Detail gesehen, sondern als klarer Nachteil.
Gerade im Bestand zeigt sich dieses Thema spürbar. Viele Altbauten stammen aus einer Zeit, in der ein Lift noch kein Thema war. Heute bringt eine neue Generation andere Erwartungen mit. Erreichbarkeit gehört längst zum Standard und fließt direkt in die Bewertung ein.


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