43 % der österreichischen Haushalte wohnen zur Miete
- ronaldgoigitzer6
- Jan 15
- 2 min read
Wer über den österreichischen Wohnungsmarkt spricht, denkt zuerst an Eigentum, an Kaufpreise, Zinsen oder die Frage, ob sich der Erwerb noch lohnt. Dabei gerät oft aus dem Blick, dass ein großer Teil des Wohnens ganz anders organisiert ist. 43 % der österreichischen Haushalte leben zur Miete. Fast jeder zweite.
Das wirkt auf den ersten Blick unspektakulär. In der Praxis sagt es jedoch viel über die tatsächliche Struktur des Marktes aus. Mieten ist in Österreich kein Übergangszustand mehr. Für viele Haushalte ist es die dauerhaft gewählte Wohnform – unabhängig von Einkommen oder Lebensphase.
Die Gründe dafür sind vielfältig. Eigentum ist in den vergangenen Jahren spürbar teurer geworden, nicht nur beim Kaufpreis selbst, sondern auch bei der Finanzierung. Gleichzeitig hat sich die Art zu Leben verändert. Berufliche Mobilität, spätere Familiengründung oder der Wunsch nach Flexibilität spielen eine größere Rolle als noch vor zwanzig Jahren. Wer heute mietet, entscheidet sich oft bewusst dafür – nicht aus Mangel an Alternativen, sondern aus Überlegung.
Gerade in Städten zeigt sich diese Entwicklung besonders deutlich. Der Mietmarkt trägt dort einen wesentlichen Teil der Wohnversorgung. Gleichzeitig steigen die Anforderungen: Lage, Energieeffizienz und Qualität werden genauer geprüft, Preissteigerungen kritischer hinterfragt. Mieter vergleichen, wechseln schneller und reagieren sensibler auf das Gesamtpaket einer Wohnung.
Für den Immobilienmarkt bedeutet das eine klare Verschiebung der Perspektive. Wer Wohnimmobilien entwickelt, hält oder vermietet, muss den Mietmarkt als stabilen Kern betrachten – nicht als Ergänzung. Auch politisch spielt diese Zahl eine Rolle. Wenn fast die Hälfte der Haushalte zur Miete leben, sagt das viel über aktuelle Leistbarkeit und soziale Stabilität aus.
43 % sind keine Momentaufnahme. Sie zeigen einen Markt, der dauerhaft vom Mieten geprägt ist – und dessen Bedeutung in den kommenden Jahren Zuwachs bekommen wird.


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