58 % – Energiekennzahlen wichtiger als Ausstattung
- May 27
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Die Wohnung beeindruckt mit einer neuen Küche, einem schönen Bad, Parkettboden, und einem großen Balkon. Früher war genau das der Teil der Besichtigung, über den am meisten gesprochen wurde. Heute fällt der Blick oft zuerst auf etwas anderes: den Energieausweis. 58 % der Wohnungskäufer achten 2026 stärker auf Energiekennzahlen als auf die Ausstattung der Wohnung.
Und das merkt man auch während der Besichtigung. Die Frage nach den Betriebskosten kommt früher als es mal war. Plötzlich interessiert nicht mehr nur, wie die Wohnung aussieht, sondern vor allem wie effizient sie im Alltag ist. Wie hoch sind die Heizkosten? Wie alt ist die Heizung? Wie gut ist das Gebäude gedämmt?
Der Grund dafür liegt auf der Hand. Energiepreise haben sich in den letzten Jahren stark verändert und damit auch das Bewusstsein für laufende Kosten von der Käuferseite. Eine schöne Küche verliert schnell an Bedeutung, wenn die monatlichen Energiekosten dauerhaft zu hoch sind.
Das verändert auch die Wahrnehmung der Ausstattung. Dinge, die früher als „Bonus“ galten, werden heute teilweise vorausgesetzt. Gleichzeitig gewinnen technische Themen an Bedeutung, die bei Besichtigungen früher eine nicht so starke Rolle gespielt haben.
Gerade bei Bestandswohnungen zeigt sich dieser Wandel deutlich. Zwei Wohnungen können ähnlich aussehen und trotzdem komplett unterschiedlich bewertet werden, sobald Energiekennzahlen, Heizsystem oder Sanierungsstand ins Spiel kommen.
Das beeinflusst natürlich auch den Markt selbst. Wohnungen mit guter Energieperformance lassen sich leichter vermarkten, besser kalkulieren und stabiler verkaufen. Käufer rechnen jetzt genauer, und denken langfristiger als noch vor einigen Jahren.
Die Ausstattung einer Wohnung bleibt wichtig. Aber die Frage dahinter hat sich verändert. Nicht mehr nur: „Wie schön ist die Wohnung?“ Sondern immer häufiger: „Wie kosteneffizient ist sie langfristig?“


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