Eisenstadt wieder top für Anleger: Wo Immo-Investoren 2026 die besten Renditen erzielen
- Jul 17
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Der österreichische Wohnimmobilienmarkt entwickelt sich zunehmend zweigeteilt. Während sich die Kaufpreise nach den turbulenten vergangenen Jahren vielerorts stabilisieren und teilweise sogar rückläufig sind, setzen die Mieten ihren Aufwärtstrend fort. Für Anleger ist das eine erfreuliche Entwicklung: In mehreren Landeshauptstädten verbessern sich die erzielbaren Renditen wieder.
Den Spitzenplatz nimmt weiterhin Eisenstadt ein. Mit einer Bruttorendite von 3,8 Prozent bietet die burgenländische Landeshauptstadt trotz eines deutlichen Kaufpreisanstiegs von 8,1 Prozent die höchste Rendite unter den Landeshauptstädten. Allerdings konnten die Mieten mit einem Plus von sechs Prozent den Preisanstieg nicht ganz ausgleichen, weshalb die Rendite gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,1 Prozentpunkte zurückging.
Klagenfurt zählt zu den Gewinnern des Jahres. Die Kaufpreise legten lediglich um 2,5 Prozent zu, gleichzeitig stiegen die Mieten um 6,3 Prozent. Das Ergebnis ist eine Verbesserung der Bruttorendite von 3,5 auf 3,6 Prozent. Auch Graz entwickelt sich in eine ähnliche Richtung. Während die Kaufpreise praktisch stagnierten (-0,3 Prozent), erhöhten sich die Mieten um 4,8 Prozent. Dadurch steigt die Rendite leicht auf 3,2 Prozent.
Besonders interessant präsentiert sich Innsbruck. Trotz des weiterhin sehr hohen Preisniveaus von 9.600 Euro pro Quadratmeter gingen die Kaufpreise leicht zurück. Gleichzeitig verzeichnete die Stadt mit 8,2 Prozent den stärksten Mietanstieg aller Landeshauptstädte. Das verbessert die Bruttorendite von 3,2 auf 3,4 Prozent und macht Innsbruck aus Investorensicht wieder attraktiver.
Salzburg profitiert ebenfalls von dieser Entwicklung. Die Kaufpreise sanken um 3,4 Prozent, während die Mieten um knapp sieben Prozent anzogen. Obwohl die Bruttorendite mit 2,6 Prozent österreichweit weiterhin zu den niedrigsten zählt, verbessert sie sich gegenüber dem Vorjahr merklich.
Linz zeigt hingegen Kontinuität. Sowohl Kaufpreise als auch Mieten legten zu, allerdings nahezu im Gleichschritt. Die Bruttorendite bleibt deshalb unverändert bei 3,0 Prozent.
Weniger erfreulich fällt die Entwicklung in St. Pölten aus. Hier stiegen die Kaufpreise um knapp fünf Prozent, während die Mieten praktisch unverändert blieben. Die Folge ist ein Rückgang der Bruttorendite von 3,9 auf 3,7 Prozent.
Auch Bregenz muss leichte Einbußen hinnehmen. Zwar gingen die Kaufpreise zurück, allerdings fiel der Mietanstieg mit 5,1 Prozent vergleichsweise moderat aus. Die Bruttorendite sinkt dadurch leicht auf 3,0 Prozent.
Insgesamt bestätigt sich ein Trend, der sich bereits im Vorjahr abgezeichnet hat: Der Markt normalisiert sich. Die Zeit stark steigender Kaufpreise scheint vorerst vorbei, während die Mieten vielerorts weiter zulegen. Für Investoren verbessert das die laufenden Erträge und sorgt dafür, dass Wohnimmobilien wieder stärker über ihren Cashflow und weniger über reine Wertsteigerung überzeugen müssen. Gerade Städte mit stabilen Kaufpreisen und gleichzeitig dynamischer Mietentwicklung gewinnen dadurch deutlich an Attraktivität.


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