Emotion

Man kann es drehen, wenden und nennen wie man will: Well-Being, Feng Shui, Wohnpsychologie und meinetwegen auch Immo-Karma. Das Ziel muss immer sein, dass sich die Menschen in der Wohnung wohl fühlen.


Was das genau heißt ist schwer erklärbar, weil wir als Individuen ja durchaus unterschiedliche Geschmäcker haben – und das ist gut so. Ein paar Regeln gibt es dennoch, mit denen ein positives Wohlgefühl erreicht werden kann.


Zu allererst darf in der Wohnung nichts „komisch“ sein. Ungewöhnliche Ideen haben an vielen Orten ihren Platz, in Wohnungen haben sie in den wenigsten Fällen etwas verloren. Am besten wird das Wohlgefühl oft mit dem Wort „Geborgenheit“ beschrieben. Wir wollen zu Hause Sicherheit spüren, die Sinne wollen zufriedengestellt werden. Dazu gehört, dass Wohnungen visuell attraktiv sind, akustisch durchdacht, haptisch sinnvoll erlebbar und auch angenehm für unseren Geruchssinn – kein Mensch wohnt gerne neben einer Jauchegrube.


Die Herausforderung in der Planung von Wohnungen liegt natürlich darin, einen Durchschnitt zu schaffen, der möglichst viele Menschen dort abholt, wo sie sich wohlfühlen. Ein Beispiel: Es ist natürlich gut, wenn Käufer Sonderwünsche in Bezug auf den Boden äußern können. Allerdings: Es gibt genügend Interessenten, die bei zu großer Auswahl aussteigen, weil es ihnen schwer fällt, Entscheidungen zu treffen. Hier ist der Spagat zwischen großer Auswahl und einer sinnvollen Anzahl von Wahlmöglichkeiten durchaus eine Herausforderung.


Entschieden wird am Ende nie mit dem Rechenstift sondern immer mit dem Bauch. Das gilt es, vom ersten Moment der Entscheidung für eine Projektentwicklung bis zur letzten Unterschrift unter einen Kaufvertrag zu berücksichtigen.